Zuerst fahren wir die Nordostküste von Rügen entlang. In einem großen Bogen ein unendlicher Sandstrand zwischen Breege und Growe.

Enttäuschend ist, dass wir an die berühmte Steilküste am Königsstuhl und die Kreidefelsen nicht hin können.  Wegen Absturzgefahr ist der Weg gesperrt.

Wir durchfahren den großen Nationalpark Jasmund im Osten der Insel. Bergauf und bergab.  Teils Teerwege. Aber auch viele sandige Waldwege. Sehr voll und touristisch ist Binz. Mitten im Pfingsttrubel machen wir im Strassencafe Eispause. Sehr aufwendig renovierte Gründerzeithäuser und Kurhalle. Göhren dagegen ist ruhig und familiär.

Ab Göhren setzen wir mit einem Personenschiff in fast 2 Stunden nach Peenemünde über. Es ist der gleiche Schiffstyp wie die Fähre in Kiel, mit der ich bei der Etappe 2017  gefahren bin. Durch diese Schifffahrt verpassen wir Greifswald. Schon sind wir auf Usedom. Berühmt und berüchtigt ist unser Ankunftsort Peenemünde als Raketenstadt. Hier wurden die ersten Weltraumraketen entwickelt, gebaut und getestet. Beim Bau der Raketenfabrik durch Zwangsarbeiter gab es tausende Tote. Wir fahren über das alte Fabrikgelände. Es ist wieder landwirtschaftlich genutzt. Erhalten sind nur wenige Mauerrreste.

Über Bed 1& Bike Quartier gefunden. Es stellt sich als großes Familienhotel heraus. Bekommen für 100€ ein ganzes Appartment.  Wir sehen uns das Hotelbad an. Um diese Zeit ist es voll von Familien. Nichts für uns. Dort kann man nicht schwimmen. Das Essen ist mittelmäßig. Fernsehen im Bett. Fussball Pokalfinalendspiel. Frankfurt gewinnt gegen Bayern. Geht doch!

Morgen ganz früh wollen wir im D-Zugtempo durch Usedom zur Fähre nach Ueckermünde. G. möchte einen Zug in Frankfurt/der erreichen.

Tagesstrecke 75km und 650 Höhenmeter . Und das entlang der Küste.

Fahrzeit         4:15h