Nachts beginnt der Magen-Darm-Infekt. Beim Frühstück will ich nur ein Ei und eine Tasse Tee. Allein der Geruch im Frühstücksraum lässt mich schnellstens zum WC eilen…

Heute führt die erste Tagesetappe bis Passau fast nur bergab. Kommt mir sehr entgegen, dass ich mich nicht anstrengen muss. Wir passieren die Ilz und die Donau. Rollen durch die berühmte Altstadt von Passau an den Inn. Ich lege mich auf eine Parkbank zur Erholung. Treffen Sohn J. am Bahnhof. Er richtet sein Rad und den Kinderanhänger zur gemeinsamen Weiterfahrt. Enkel F., fast 3 Jahre, freut sich auf das Neue.

Solche Abenteuerstrecken wie gestern im Reschbachtal können wir mit dem Kinderanhänger nicht riskieren. Der Inn-Radweg ist ideal. Meist unmittelbar neben dem Fluss. Ruhig. Kaum andere Radfahrer. Eine sehr schöne Strecke für J. und F..

Mir geht es immer schlechter. Habe einfach keine Kraft mehr. Ständig Brechreiz. Mir wird kalt trotz 35°C Sommerhitze. Lange bietet sich keine gute Möglichkeit für eine Pause. Ich fühle mich wie bei einem meiner Halbdistanz-Triathlon. Damals hatte ich nachdem Wechsel vom Rad zum Laufen das Gefühl, ich kann absolut nicht mehr laufen. Sollte sofort stehen bleiben. Und diesen Gedanken überlegte ich ständig. „Es geht doch noch“ – die Beinen laufen einfach weiter und weiter. Bis ins Ziel nach 21km.

Diese Erfahrung hilft mir heute sehr. Ich radle weiter, auch wenn es eigentlich nicht geht. G. lotste uns zu einem Landgasthof vor Bad Füssing. Kaum angekommen, lege ich mich auf eine Gartenbank und schlafe sofort. Tief und fest für über 1 Stunde. Und: es geht mir viel besser! Ich trinke ganz mutig eine Cola. Sie bleibt als erstes Getränk drinnen.

Die anderen essen.  F. nutz den Spielplatz. Im Anhänger sieht er voller Neugier auf all das Neue. Er scheint viel Freude zu haben. Und J. kommt gut mit dem Ebike-Anhängergespann zurecht. Wir wechseln nach einer Weile auf die österreichische Seite bis Braunau. Dort finden wir ein gutes Quartier im Hotel Mayrhof.

Tagestrecke   95,7km    trotz Allem !

Höhenmeter    528